Es scheint mir sehr schwierig oder gar unmöglich, eine vollständige Aufzählung aller der in Frage kommenden Symptome anzugeben, die von einer reversiblen, funktionellen Störung stammen könnten.
Die häufigsten Symptome sind jedoch Schmerzen des Bewegungapparats im weitesten Sinne.
Ohne irgendwelchen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben kann man sagen, dass es sich aber auch bei Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Schwangerschaftsbeschwerden, Schreibabys, Koliken des Neugeborenen, Schwierigkeiten beim Stillen, Schwindel, Zähneknirschen, Kiefergelenksbeschwerden, Verspannungen, Tinnitus, Atembeschwerden, Unruhe, usw. um funktionelle Störungen handeln könnte.
Interessant sind auch die kognitiv-komportementalen, reversiblen, funktionellen Störungen des Menschen zu erwähnen, deren Behandlung eine Spezialität der Absolventen der Ecole Suisse d'Osteopathie (ESO) ist.
Hierbei handelt es sich vermutlich um subkortikal, falsch gespeicherte, unangebrachte Bewegungsabläufe oder Verhaltensweisen, die scheinbar keinen somatischen Grund mehr haben sollten.
Beispielsweise ein gestörtes Gangbild nach schon lange verheilter Verstauchung eines Sprunggelenks. Oder sich immer wiederholende, falsche Bewegungsabläufe bei Sportlern, trotz idealem und intensivem Training.
Auch Phobien kommen in Frage, die bei Patienten ein unangemessenes Verhalten bei normalen, alltäglichen Reizen an den Tag legen. Wie z.B. die Unmöglichkeit eines Patienten seine eigene Kniescheibe zu berühren, die er vor langer Zeit luxiert hatte aber klinisch keinen orthopädischen, bleibenden Schaden zu erkennen ist.
Interkantonal zugelassene Osteopathen sollten in der Lage sein, eine Differenzialdiagnose stellen zu können um zu entscheiden ob ein Patient osteopathisch behandelt werden kann oder nicht.
Die Osteopathie sollte auf keinen Fall bei infektiösen, tumoralen, degenerativen oder destruktiven Erkrankungen als Hauptherapieform gewählt werden. Aber auch in solchen Fällen, kann nach Absprache mit dem Hausarzt oder dem Spezialisten, die Osteopathie als Begleittherapie angebracht sein.
Ich behandele meine Patienten mit nicht-invasiven manuellen oder kognitiv-komportementalen Techniken.
In meiner Praxis finden keine "energetische", osteopathische Behandlungen statt.
Von dieser Behandlungsform distanziere ich mich komplett und vehement.